Schöner Wohnen in Altona

Stadtentwicklung im 20. und 21. Jahrhundert

29. September 2018 bis 24. Juni 2019


2018 werden die neuen Wohnungen in der „Mitte Altona“ bezogen, einem der bedeutendsten städtebaulichen Projekte in Hamburg. Diese Entwicklung ist Ausgangspunkt der Ausstellung, die die aktuellen Veränderungsprozesse, aber auch die massive Wandlung des Stadtteils im letzten Jahrhundert in den Blick nimmt.
Zentrales Element der Ausstellung ist eine „Stadtwerkstatt“, in der das Altonaer Museum gemeinsam mit den Besucherinnen und Besuchern den sich ständig verändernden Charakter des Stadtbezirks Altona erkunden will. Denn die rasante und vielschichtige Entwicklung in Altona könnte beispielhaft sein für das urbane Leben im 21. Jahrhundert. Von welchen Ideen werden Zukunftsvisionen aus Sicht der Experten angetrieben? Welche Vorstellungen, Hoffnungen und Befürchtungen haben die Altonaer, wenn sie sich ihren Stadtbezirk im Jahre 2040 und darüber hinaus vorstellen?

Die „Stadtwerkstatt“ steht am Beginn bzw. am Ende eines historischen Rundkurses zum Wohnungsbau als Motor der Stadtentwicklung in Altona. Die Besucher lernen in der Ausstellung die wichtigsten Phasen der Stadtentwicklung in Altona kennen sowie die gesellschaftspolitischen Vorstellungen, die damit verbunden waren. Das Spektrum der Themen reicht von den ersten Mietshäusern des Altonaer Spar- und Bauvereins um 1900 über die stadtplanerischen Konzepte von Gustav Oelsner in den 1920er Jahren und Ernst May in den 1950er Jahren bis hin zu den Bürgerbewegungen, die sich ab den 1970er Jahren für die Sanierung der Altbauten vor allem in Ottensen einsetzten. Außerdem wird die Genese der „Mitte Altona“ vorgestellt und weitere Projekte in den Blick genommen, deren Planungen bereits angelaufen sind: z.B. das Holstenquartier oder die Kolbenhöfe. Mit der Ausstellung, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Lebens in Altona verbindet, will sich das Altonaer Museum nachhaltig mit unterschiedlichen Akteuren vernetzen und noch stärker als bisher im Bezirk verorten.


Wohnanlage in Altona-Ottensen, 1926-27 von Gustav Oelsner errichtet, Foto Emil Puls