Schöner Wohnen in Altona?

Stadtentwicklung im 20. und 21. Jahrhundert

29. September 2018 bis 24. Juni 2019


Altona verändert sich. Ende 2017 wurden die ersten Wohnungen in der neuen „Mitte Altona“ bezogen. Weitere Neubauquartiere wie das „Holsten-Quartier“ sind in Planung. Die Ausstellung nimmt Sie mit auf eine Erkundungstour durch die Geschichte des Wohnungsbaus, der schon seit über 100 Jahren die Stadtentwicklung in Altona bestimmt. Oftmals mit wegweisenden Ideen.

Ein historischer Rundgang präsentiert die wichtigsten Phasen der Stadtentwicklung der letzten 130 Jahre: Der Kampf gegen die Wohnungsnot um 1890, die Schaffung von gesundem Wohnraum für alle in den 1920er Jahren und die gleichgeschaltete Wohnungspolitik im Nationalsozialismus. Nach 1945 steht die Vision der durchgrünten und autogerechten Stadt im Mittelpunkt, ab 1965 die Schaffung neuer Zentren am Stadtrand. Die selbstbestimmte und von den Bürgern getragene Stadtentwicklung der 1970er Jahre leitet über zu den Entwicklungen der Gegenwart. Farbige Wohnräume im historischen Rundgang erkunden Themen rund ums Wohnen, die immer aktuell scheinen. Fragen zur Bodenpolitik finden sich im Flur, Nachbarschaft wird im Wohnzimmer diskutiert, Mietrecht im Schlafzimmer. Fragen zur Mobilität werden in der Garage angesprochen. Städtische Infrastruktur ist Thema in der Küche und mit urbaner Ästhetik können Sie sich im Esszimmer beschäftigen.

Heute gilt es die Frage zu lösen, wie für eine wachsende Stadt zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden kann. Der letzte Raum lädt zur Auseinandersetzung mit der Zukunft des Wohnens ein: in Altona und darüber hinaus. Welche Ideen zur Zukunft des 2018 werden die ersten Wohnungen in des ersten Bauabschnittes der neuen „Mitte Altona“ bezogen, einem der bedeutendsten städtebaulichen Projekte in Hamburg. Diese Entwicklung ist Ausgangspunkt der Ausstellung, die die aktuellen Veränderungsprozesse, aber auch die massive Wandlung des Stadtteils im letzten Jahrhundert in den Blick nimmt.


Rahmenprogramm

Führungen

Öffentliche Führungen
Sonntags, 14 - 15 Uhr

Kuratorenführung
Samstag, 6. Oktober 2018, 14 - 15.30 Uhr
Samstag, 3. November 2018, 14 - 15.30 Uhr
Samstag, 1. Dezember 2018, 14 - 15.30 Uhr
Samstag, 5. Januar 2019, 14 - 15.30 Uhr
Samstag, 2. Februar 2019, 14 - 15.30 Uhr
Samstag, 2. März 2019, 14 - 15.30 Uhr
Samstag, 6. April 2019, 14 - 15.30 Uhr
Samstag, 4. Mai 2019, 14 - 15.30 Uhr
Samstag, 1. Juni 2019, 14 - 15.30 Uhr


Rundgänge zur Stadtentwicklung

Rundgang am Diebsteich
Samstag, 29. September 2018, 14.30 Uhr, ca. 90 Minuten
mit Dr. Homer Stahnke, in Kooperation mit der altoba
Der Diebsteich gehört seit Jahrhunderten zu Altona. Doch er lag früher weit außerhalb der Stadt – so weit, dass man hier den Galgen aufstellte. Vom Galgen zur Diebsteich-Mühle waren es nur wenige Meter.
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Die Königstraße. Von der feinen Einkaufsstraße zu Neu-Altona
Samstag, 6. Oktober 2018, 15 Uhr
mit Wolfgang Vacano in Kooperation mit dem Altonaer Stadtarchiv
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Rundgang durch das Gerichtsviertel
Samstag, 13. Oktober 2018, 13 Uhr, ca. 90 Minuten
mit Dr. Homer Stahnke, in Kooperation mit der altoba
Wohl kaum ein Quartier in Altona wurde so sehr vom Altonaer Spar- und Bauverein geprägt wie das Gerichtsviertel (andere nennen es Bahnhofs- oder Haubachviertel). Hier wurde nicht nur 1892 das erste Haus der altoba gebaut, im Laufe der folgenden drei Jahrzehnte kamen so viele Genossenschaftshäuser hinzu, dass sich das Wohngebiet zwischen Allee und Bahnhof, gegen den Willen der Stadt Altona, zum Arbeiterviertel mit genossenschaftlichem Wohnungsbau entwickelte.
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Stadtteilrundgang am Diebsteich
in Kooperation mit der steg Hamburg mbH
Freitag, 19. Oktober 2018, 16 Uhr
Samstag, 20. Oktober 2018, 11 Uhr
Wo lag eigentlich der Diebsteich? Dieses Gewässer gab es wirklich, es wurde angestaut, um eine Mühle anzutreiben. Die Isebek schlängelte sich durch den Stadtteil. Heute verbindet kaum jemand ein Gewässer mit dem Ort. Die neuen Bebauungspläne sehen eine ganz andere Entwicklung des Stadtteiles vor.
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Die Neue Große Bergstraße. Von der Einkaufsstraße der kleinen Leute zu Ikea
Samstag, 20. Oktober 2018, 15 Uhr mit Wolfgang Vacano in Kooperation mit dem Altonaer Stadtarchiv
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Die Neue Mitte. Vom Güterbahnhof zum Wohnquartier
Samstag, 27. Oktober 2018, 15 Uhr
mit Wolfgang Vacano in Kooperation mit dem Altonaer Stadtarchiv
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Vorträge und Lesungen

Nach dem Exil. Gustav Oelsner und Ernst May
Sonntag, 21. Oktober 2018, 13 Uhr, Museumseintritt + 1,50 €
Vortrag von Burcu Dogramaci (Ludwig-Maximilians-Universität München) im Rahmen der „Tage des Exils“
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Die “Polenaktion” am 28. Oktober 1938
Sonntag, 28. Oktober 2018, ab 15 Uhr, Museumseintritt + 1,50 €
Öffentliches Gedenken und Vortrag
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Fluchtpunkt Hamburg. Texte im Exil
Donnerstag, 1. November 2018, 11 Uhr, 3 € (Abendkasse)
Lesung
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Schnittchen im Schmidtchen
Donnerstag, 29. November 2018, 18 - 21 Uhr
Die Große Bergstraße, Johanna Klier
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Schnittchen im Schmidtchen
Donnerstag, 6. Dezember 2018, 18 - 21 Uhr
Changing Climate. Ein Abend mit dem Fotografen André Lützen
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Wohnanlage in Altona-Ottensen, 1926-27 von Gustav Oelsner errichtet, Foto Emil Puls


Die Ausstellung wird präsentiert im Rahmen des Hamburger Architektur Sommer 2019 und des Jubiläums 100 Jahre BAUHAUS


Zeit Stiftung Sutor Stiftung Behrendt Gruppe SAGA Altoba