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Die Sammlungen des Altonaer Museums

Das Altonaer Museum verfügt dank der universalistischen Ursprungskonzeption über kunst- und kulturhistorisch wertvolle Exponate aus einer Vielfalt von Objektkategorien. Eine Auswahl der Sammlung des Hauses ist über das Portal “Museen Nord” recherchierbar.

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Leihverkehr
Achtung! Wegen umfangreicher Umzugs- und Umräumarbeiten in den Magazinen, werden große Teile der Sammlungen ab Juni 2014 verpackt und nicht zugänglich sein. Zwischen Juni 2014 und Juni 2015 ist es uns deshalb nicht möglich Ausleihen vorzunehmen. Wir bitten um Ihr Verständnis.


Kessel alltagskultur

Alltagskultur


Archivalien

Archivalien und Stadtpläne

Die mit dem 16. Jahrhundert beginnende und bis in das 21. Jahrhundert hineinreichende Sammlung umfasst: Handwerker-Urkunden (u.a. Privilegien, Amtsartikel, Gesellen- und Meisterbriefe, Wanderbücher etc.), Ausweise/Dienstbücher, Lebensmittelmarken, Speisekarten, Firmenkonvolute (z.B. der Firmen Zeise und Menck & Hambrock), geschäftliche Unterlagen aus Altona und Norddeutschland, Dokumente zur Geschichte von Altonaer Vereinen und Gesellschaften, Familienkonvolute, Tagebücher, Notgeld und Wertpapiere, Diplome, Dokumente zur Theatergeschichte sowie zum Verkehrswesen in Altona und Umgebung. Besonders erwähnenswert ist eine Urkunde über die Amtsartikel der Leineweber von 1665, welche das nach bisherigem Forschungsstand älteste erhaltene Siegel der Stadt Altona trägt. Ein weiteres Teilgebiet bildet die Sammlung kulturgeschichtlicher Objekte aus Papier wie Glanzbilder, Sammelbilder, Kalender, Bilderbögen, Spiele, Zigarrenpapiere sowie Unterlagen zu den Themen Handarbeiten, Schule, Werbung, Essen und Trinken, (Weihnachts-)Wünsche und Poesiealben.


Steinskulpturen

Bauschmuck und Steinskulpturen

Seit den Anfängen des Museums wurden ausgewählte steinerne Zeugnisse zur Geschichte der Stadt Altona und Schleswig-Holsteins bewahrt. Sie wurden geborgen nach Abrissmaßnahmen von Gebäuden, Kriegszerstörung, städteplanerischen Sanierungsmaßnahmen oder waren Teile konzeptioneller Themen des Museumsgründers Otto Lehmann. So erinnern Portalsteine an große Handelshäuser, an jüdisches oder mennonitisches Leben, Portraitbüsten an wichtige Persönlichkeiten aus Kultur und Politik oder expressionistischer Fassadenschmuck an die Industriekultur Altonas.


Bibliothek 2004

Bibliothek

Die Bibliothek des Altonaer Museums umfasst ca. 78.000 Bände, darunter zum Beispiel Atlanten, Lexika, Standart- und Spezialnachschlagewerke, Altonaer Adressbücher, Schiffsregister und Wörterbücher. Die Themen reichen hierbei von der Geschichte Altonas und der Landeskunde des norddeutschen Küstengebiet über Schifffahrt und Fischerei bis hin zu Kunst, Populäre Druckgraphik, Künstlermonographien, allgemeine Kulturgeschichte, Volkskunde und Volkskunst und Kunsthandwerk.


Postkarte

Bildpostkarten

Mit einem Bestand von über 1,5 Mio. Bildpostkarten ist die Sammlung des Altonaer Museums eine der größten in Europa. Die Motive reichen von Stadt- und Landschaftsansichten aus Deutschland und dem Ausland bis hin zu kulturgeschichtlichen Sonderthemen wie Krieg (Feldpost), Schifffahrt, Verkehr, Kunst, Sport, Politik, Erotik, Werbung oder Glückwunschkarten. Die heutige Sammeltätigkeit richtet sich gemäß des Profils des Altonaer Museums schwerpunktmäßig auf Altona und Norddeutschland. Die ältesten Postkarten der Sammlung stammen aus dem Jahr 1875.


Galionsfigur schifffahrt

Maritime Sammlung, Fischerei und Küstenschifffahrt

Die große Sammlung des Altonaer Museums zur Schifffahrt und Fischerei bezieht nicht nur Altona und Hamburg, sondern auch die Küsten Hollands, Englands und Dänemarks mit ein. Sie enthält Objekte wie Fischfangdioramen, Navigationsinstrumente, Schiffsportraits, Kapitänssouvenirs, Schiffspläne und Konstruktionszeichnungen oder Seekarten. Ein besonderer Fokus liegt hier bei auf Sammlungsgut zum Thema Walfang.


Zeise 1890 fotografie

Fotografie

In der fotografischen Sammlung des Altonaer Museums befinden sich vor allem Werke aus der Zeit Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts und von bekannten Fotografen wie Christian Friedrich Brandt, Anton Bruhn, Minya Diez-Dührkoop, Walter Hollnagel, Charles Junod, Henry Koehn, Heinrich Georg Nothnagel, Emil Puls und Carl Ferdinand Stelzner.
Eine Besonderheit bildet die mehr als 120 Werke umfassende Sammlung früher Unikatfotografien (Daguerreotypien, Ambrotypien, Ferrotypien). Hierzu gehören Aufnahmen Stelzners vom Bau des Altonaer Bahnhofs von 1843/44, welche weltweit zu den ersten fotografischen Aufnahmen einer technischen Anlage zählen. Darüber hinaus umfasst die Fotosammlung eine große Anzahl von Carte-de-visite -Porträts sowie eine auch überregionale Themen abdeckende Sammlung von Stereofotografien


Gem%c3%a4lde

Gemälde, künstlerische Grafik und Druckgrafik

Gemälde und Grafiken stellen seit Beginn der Sammeltätigkeit 1863 eine wichtige Objektgruppe in der Gesamtsammlung des Altonaer Museums dar. Gesammelt werden seither Portraits von norddeutschen Persönlichkeiten sowie Gemälde, Grafiken und topografische Darstellungen mit norddeutschen Motiven (Schwerpunkt: Altona und Elbvororte, Landschaftsbilder, Schiffsportraits, Trachtendarstellungen, deutsch-dänischer Konflikt u.a.) und von norddeutschen Künstlern. Ziel ist die künstlerische Darstellung der norddeutschen Landschaft von den Anfängen des 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart sichtbar zu machen. In der Sammlung befinden sich weit über 2000 Gemälde. Höhepunkte der Sammlung stellen die Gemälde und Grafiken der Expressionisten (u.a. Brücke-Maler und Hamburgische Sezession) dar. Eine Besonderheit ist weiterhin die ca. 2900 Werke umfassende Sammlung von Künstlerpostkarten und -briefen der Brücke-Maler. Nennenswert sind auch die Gemäldesammlungen des Bankiers Pius Warburg und des Kaufmanns Martin Johan Jenisch, welche sich zurzeit im Jenisch Haus befinden.


Schiffbausammlung  altonaer museum

Holzschiffbau

Die Schiffbausammlung stammt überwiegend aus dem 19. Jahrhundert und dokumentiert Altonas bedeutende Rolle im Überseehandel sowie in der Küstenschifffahrt entlang der Elbe. Die Objekte kommen von unterschiedlichen Werften und Betrieben des Zubringerhandwerks (Reepschläger, Segelmacher, Schwarzschmiede, Blockmacher, Pumpenmacher, Takler etc.). Ein Großteil der Sammlung besteht aus dem Nachlass der Werft von Ernst Dreyer, die von 1840 bis 1896 in Neuhof hölzerne Segelschiffe gebaut hatte. Dieser Nachlass entstammt dem Konstruktionsbüro des Schiffbauers, es sind die Pläne und Halbmodelle für die Neubauten.


Judaica

Judaica

Das Altonaer Museum hat eine hervorragende Sammlung von Gegenständen des jüdischen Kultus- und Alltagslebens. Bereits 1914 wurde mit einer eigenen Abteilung in der ständigen Ausstellung der Anteil der aschkenasischen und sephardischen Gemeinden am Geistes- und Wirtschaftsleben der eigenständigen Stadt Altona gewürdigt. Gezielt ergänzt wurde der Bestand in den 1990er Jahren durch den Nachlass des deutsch-jüdischen Ehepaares Max und Frieda Salzberg.


Porzellan  keramik  glas

Keramik, Fayence, Porzellan, Glas

In vielen Sammlungszusammenhängen finden sich im Altonaer Museum Objekte aus den genannten Materialien. Im norddeutschen Raum, dem Ostseeraum und den Niederlande vom 17. bis ins 20. Jahrhundert waren zahlreiche Töpfereien und Fayence-Manufakturen tätig, die Geschirre, Öfen, Fliesen und Zierobjekte fertigten. Im Haushalt der Vergangenheit, sowohl im bäuerlichen als auch im bürgerlichen waren Gefäße, Geschirre und Gegenstände aus Irdenware, Steinzeug, Steingut, Porzellan und Glas notwendige und schöne Utensilien. Herausragende Beispiele sind frühe Sonderformen wie Modeln für besondere Speisen, die Fliesenausstattung der Bauernstuben, farbenprächtigen Fayencen aus Kellinghusen, mit dem Altonaer Stadtwappen signierte Altonaer Fayencen, Jugendstil-Keramik der Manufaktur Mutz, Ansichtstassen aus Porzellan oder kostbare Glaspokale.


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Münzen und Medaillen

Schon früh wurde im Altonaer Museum die Sammlung schleswig-holsteinischer Münzen und Medaillen aufgebaut. Unter dem Numismatiker Bruno Dorfmann, der durch seine Veröffentlichungen über Lauenburgische Gepräge bekannt ist, wurde die Sammlung ausstellungsreif. Seit den 1930er Jahren wurde sie mehr als 50 Jahre im Rahmen der stadtgeschichtlichen Ausstellung gezeigt. Die Sammlung umfasst ca. 1000 Münzen aus der Zeit um 800 bis in die Neuzeit, 600 Medaillen, zahlreiche Marken und Zeichen Schleswig-Holsteins sowie in Altona geprägte Münzgewichte.


Metall

Silber, Buntmetalle, Trachtenschmuck

Metallgegenstände aus norddeutschen Herstellungszentren und Gebrauchsorten bilden eine weitere Facette der vielfältigen Sammlungen des Altonaer Museums. Neben der Silbersammlung sind im Bestand Objekte aus Zinn, Bronze, Messing, Kupfer, Eisen und Aluminium. Aufgrund der langen Lebensdauer von Metallgegenständen finden sich in diesem Bereich mit die ältesten Sammlungsstücke. Kunsthandwerkliche Aspekte lassen sich anhand der Sammlung genauso verfolgen wie historisch gelenkte Blicke auf die Nutzung im bäuerlichen wie bürgerlichen Haushalt. Zu den Besonderheiten zählen eine große Menge von Objekten aus dem Zunftwesen der Stadt Altona sowie ein Teilbestand aus der im Ersten Weltkrieg durchgeführten Buntmetallsammlung: für die Rüstungsindustrie gesammeltes Gerät aus Messing und Kupfer wurde im Museum vor dem Einschmelzen bewahrt.


Spielzeug

Spielzeug

Seit seiner Gründung sammelt das Altonaer Museum Spielzeug, um es als kulturhistorische Quelle für die Lebenswirklichkeit der Vergangenheit auszustellen und zu erforschen. Neben Puppenstuben und –häusern mitsamt ihren Einrichtungen liegt der Schwerpunkt auf norddeutschen Besonderheiten, Spielzeug aus der Stadt und der Umgebung von Altona. Die Geschichte der Nutzung, die oft in mehreren Generationen geschieht, ist dabei genauso von historischem Belang wie Erhaltungszustand und Vollständigkeit. Selbstgefertigtes Spielzeug ist aufgrund seines Unikatcharakters eine Besonderheit, im Gegensatz dazu beleuchtet aber auch seriell gefertigtes Spielzeug kulturhistorische Phänomene wie Industrialisierung, Handel oder über die Geschichte der Nutzer Freude und Not.


Textilien

Textilien

Die textile Sammlung des Altonaer Museums umfasst ca. 20.000 Objekte, wobei ein Schwerpunkt die Sammlung aus ländlicher Sonderkleidung aus Schleswig-Holstein und der Niederelbe mit dazugehörigem volkstümlichem Schmuck darstellt. Weitere Schwerpunkte sind ländliche Stickereien und Kissen aus dem 19. Jahrhundert, Musterarbeiten sowie Kinderkleidung. In der Sammlung sind auch altonaer und schleswig-holsteinische Uniformen, Schiffsflaggen und Zunftfahnen, städtische Mode des 19. Jahrhunderts sowie Textilien aus dem jüdischen und türkischen Kulturkreis zu finden. Besonderheiten sind Wandbehänge nach Entwürfen von Otto Eckmann, Alfred Mohrbutter, Otto Ubbelohde, Max Seliger, Friedrich Missfeldt, Wenzel Hablik und Horst Janssen, Beispiele für Notkleidung aus der Zeit des 1. und 2. Weltkriegs, Strickmode aus dem Nachlass Zimmermann (1930 – 1945), ein gestickter Wandbehang aus der Wilster Marsch (17. Jh.) mit der Darstellung des Propheten Elias, der von Raben gespeist wird sowie ein antikisierendes Gewand aus Emkendorf.


Bauernstuben

Wohnkultur

Das Altonaer Museum besitzt eine umfangreiche Sammlung an bäuerlichem Mobiliar aus dem norddeutschen Raum, vor allem aus dem Hamburger Umland sowie aus dem Alten Land. Die Sammlung besteht zum Großteil aus Truhen, Schränken, Stühlen, Tischen, Wiegen und Uhren aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Highlights der Sammlung stellen eine komplette Weberei aus Schleswig-Holstein, eine Pantoffelmacherei aus Altona sowie eine Intarsientischlerei aus den Vierlanden dar. Weiterhin verfügt das Museum über eine große Sammlung an bürgerlichem Mobiliar aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Besonders erwähnenswert ist hier der Sammlungsbestand der sogenannten Altonaer Möbel, die überwiegend zwischen 1750 und 1830 in Altona seriell produziert wurden und zu Teilen im Altonaer Zimmer im Jenisch Haus zu sehen sind.