Der KINDEROLYMP im Altonaer Museum -
ein Ort des spielerischen Lernens und Erfahrens
Mit dem KINDEROLYMP hat das Altonaer Museum den Beweis angetreten, dass ein Museumsbesuch überhaupt nicht öde und langweilig ist, sondern Kindern und Eltern großen Spaß macht.
Wie das funktioniert?
Auf der 400 Quadratmeter großen Fläche werden regelmäßig Ausstellungen gezeigt, die ausdrücklich für Kinder zwischen 4 und 10 Jahren konzipiert sind. Den Anfang machte 2006 die Ausstellung "Weltenbummel. Eine Reise in die Welt der Sinne" zum Thema Reise, und von Februar 2008 bis Februar 2010 lud "Piraten. Klar zum Entern!" zur Beschäftigung mit der Welt der Seeräuber ein. Von April 2010 bis März 2011 informierte die Ausstellung "Wasserwelten. Eine Forschungsreise" über die Bedeutung des Wassers als Lebensraum für Mensch und Tier und seit September 2011 präsentiert der KINDEROLYMP mit der Ausstellung "Zahlen-Reise. Mathe macht Spass" die kulturgeschichtliche Relevanz von Zahlen und Maßen. Ab Oktober 2012 wird dann die Ausstellung "Helldunkel! Spiel mit Licht und Schatten" zu sehen sein, die sich mit der Bedeutung des Lichts in Kulturgeschichte und Naturwissenschaft beschäftigt.

Häufig gehen klassische Ausstellungen nicht auf die spezifischen Bedürfnisse von Kindern ein. Genau da setzt das Konzept des KINDEROLYMPS an: In den interaktiven Ausstellungen kommt keine Langeweile auf! Üblicherweise verlangt das Museum seinen Besuchern spezielle Verhaltensregeln ab. Das Gebot nach geflüsterter Konversation und leisen, vorsichtigen Schritten sowie ein Berührungsverbot für alle Exponate lassen Kindern kaum eine Möglichkeit zur Entfaltung. Langeweile ist fast eine natürliche Folge dieser Regeln, sofern es nicht gelingt, die Inhalte einer Ausstellung im Rahmen einer Führung anschaulich und kindgerecht zu vermitteln.
Der KINDEROLYMP hat es sich auf die Fahnen geschrieben, die kindlichen Besucher an ihrem jeweiligen Entwicklungsstand abzuholen und spielerische Elemente zur Grundlage einer Ausstellungskonzeption zu machen. Die klassischen Museumsregeln des Nicht-Berührens und des motorischen Stillstandes werden bewusst zugunsten eines interaktiven Ansatzes gebrochen. Die Ausstellungen erschließen sich durch Spiele, durch Ausprobieren oder durch Aktivitäten wie das Führen eines Bordtagebuches. Kommunikation und Austausch der Kinder untereinander ist dabei explizit gewünscht. Dem kindlichen Interesse an bestimmten Themen wird mit einer dosierten Auswahl an Fakten begegnet, die wiederum als Anregung zu einer weiteren, intensiveren Beschäftigung auch nach dem Museumsbesuch dienen sollen.

Die Ausstellungen bieten Anknüpfungspunkte zu den ständigen Sammlungen des Altonaer Museums, die dank dieser Verknüpfung für Kinder noch interessanter werden. Ein wiederholter Museumsbesuch steht somit ganz automatisch auf dem Plan.
Mit dem KINDEROLYMP präsentiert sich das Altonaer Museum als interaktiver und interdisziplinärer Ort des Lernens - die Institution Museum baut Barrieren ab und wird fit gemacht für die Zukunft.
Das Konzept KINDEROLYMP stößt auf Anerkennung: im September 2010 erhielt der KINDEROPLYMP den Anerkennungspreis der Dr. E.A. Langner-Stiftung für Kinder- und Jugendkultur. Auch im Rahmen der Debatte um die Schließung des Altonaer Museums wurde der KINDEROLYMP mit seinen wechselnden Ausstellungen als Beispiel für hervorragende Kinder- und Jugendarbeit gewürdigt, die es auf jeden Fall zu erhalten gelte.
